Ratgeber: Zahnästhetik



Wissenswertes über ein strahlendes Lächeln

Inhalt

➔ Einleitung

➔ Zahnästhetik: was bedeutet Zahnästhetik in der heutigen Welt

➔ Behandlungsmethoden / Behandlungsmöglichkeiten

➔ Überblick aller Kosten und die Möglichkeit der Kostenübernahme

Einleitung

Mit der richtigen und sorgfältigen Zahnbehandlung wird jedes Lächeln zu einem strahlenden und glücklichen Lächeln.

✓ Ein vertrauenswürdiger Zahnarzt ist Grundvoraussetzung. Sie vertrauen ihm Ihre Zähne an und möchten das beste Ergebnis.

✓ Ihr Zahnarzt sollte mit Ihnen über Ihre ganz individuellen Wünsche und die Möglichkeiten einer ästhetischen Zahnbehandlung reden.

✓ Eine umfangreiche Parodontitis- und Karies-Prophylaxe (Vorbeugung)
ist unerlässlich.

✓ Gesundes Zahnfleisch wird vor einer ästhetischen Zahnbehandlung vorausgesetzt.

✓ Eine genaue Kostenübersicht (Transparenz) sollte dem Patienten ohne weiteres zustehen.

Zahnästhetik: Bedeutung in der heutigen Welt 

Erfolgreich, schön, sympathisch, gesund. Dieser Eindruck entsteht bei der Begegnung mit einem Menschen, der durch strahlend weiße Zähne alle Sympathien gewinnt. Zahnästhetik, sprich ein schönes weißes Lächeln, signalisiert: Ich bin ein erfolgreicher Mensch in vielerlei Hinsicht.

Verfärbte Zähne, Zahnfehlstellungen, Zahnlücken erwecken oft den Anschein eines ungepflegten, erfolglosen Menschen. Doch die Gründe für die Unzufriedenheit der eigenen Zähne sind unterschiedlich und vielfältig.

So kann ein Unfall Grund gewesen sein, dass ein Zahn abgebrochen ist und Sie sich nicht mehr wohlfühlen mit Ihrem Lächeln.

Behandlungsmethoden / Behandlungsmöglichkeiten 

Das Bleaching (Zahnaufhellung)

Koffein, Nikotin, Alkohol, fortgeschrittenes Alter, Genetik können Gründe für eine Verfärbung sein. Gewohnheiten wie Rauchen wirken sich ungünstig auf die Zahnfarbe aus. Die Zähne sind  gelblich oder haben auch braune bis dunkelbraune Stellen.

➔ Medizinische Gründe für ein Bleaching:

Zahnschmelzdefekte können Grund für ein unnatürlich verfärbtes Aussehen der Zähne sein.  

Devitale Zähne (nervtote Zähne) sind ebenfalls ein Grund für verfärbte Zähne. Farbgebende Stoffe können im Zahnschmelz und Zahnbein eingelagert worden sein, die unschöne Verfärbungen offensichtlich machen. 

Medizinisch notwendig wird ein Bleaching auch bei starken psychischen Belastungen aufgrund von verfärbten Zähnen.

Um diesen unschönen Verfärbungen entgegenzuwirken, wird das Bleaching bei der Behandlung verwendet. Anders als bei vielen der zahlreichen Produkten im Drogeriemarkt, setzt das moderne Bleaching auf effektive und langfristige Aufhellung. Eine sorgfältige Untersuchung der Zähne vor einer Zahnaufhellung ist wichtig. Eine Zahnaufhellung bei angegriffenen, ungesunden Zähnen wird nicht durchgeführt. Die Mundgesundheit wird beim Bleaching vorausgesetzt.

Methoden

➔ „Home Bleaching“ – Aufhellen mit Zahnschienen  für zu Hause
Individuelle Kunststoffschienen werden für den Patienten angefertigt. Diese passgenauen Zahnschienen werden mit einem Peroxid-haltigem Gel gefüllt und für

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1-8 Stunden eingesetzt. Die Tragedauer der Schienen hängt von individuellen Faktoren
ab. Je nach Art und Stärke der Verfärbung entscheidet der Zahnarzt mit Ihnen, was für Sie am besten ist.

➔ „Power Bleaching“ – Aufhellung in der Zahnarztpraxis

Beim Power Bleaching – auch In-Office-Bleaching genannt – wird die Zahnaufhellung in einer bis mehreren Sitzungen in der Praxis durchgeführt. Diese Methode wird mit hoch konzentrierten Präparaten vollzogen. Zuvor wird zum Schutz des Zahnfleisches ein aus fließfähigem Material bestehender Überzug auf das Zahnfleisch aufgelegt. Das Aufhellungsmittel wird dann direkt auf die aufzuhellenden Zähne aufgetragen und ggf. mit einer Lichtbestrahlung (Bleaching-Lampe) unterstützt. In der Regel wird nach 15-45 Minuten das Gel entfernt. Mehrere Sitzungen sind je nach Wunsch des Aufhellungsgrads der Zähne möglich.

➔ „Walking Bleach-Technik“ – Aufhellung mit Zahneinlagen
Bei devitalen (abgestorbenen) Zähnen verfärbt sich der betroffene Zahn dunkel. Das Verfahren mit der Walking Bleach-Technik kommt in diesem Fall zum Einsatz. Nach der Wurzelkanalbehandlung wird in die offene Krone ein Peroxid Gel (Bleichmittel) in die Pulpahöhle (wo sich einst das Zahnmark befand) eingebracht. Der Zahn wird anschließend provisorisch verschlossen. Der Aufhellungsvorgang dauert einige Tage. Nach dem Aufhellungsprozess wird das Peroxid Gel entfernt und der Zahn verschlossen.
Das Ergebnis hält bei einer regelmäßigen Zahnpflege bis zu ein paar Jahren.

Veneer (Lumineer)

Die moderne Zahnmedizin hat mit dem Veneer die Möglichkeit, Zähne nach Wunsch nahezu zu perfektionieren. Ein Veneer ist einsetzbar bei:

– defektem Zahnschmelz
– zu kleinen Zähnen
– zu kantigen Zähnen
– Verfärbungen
– abgebrochenen Zähnen
– Zahnlücken
– Schiefstellungen
– Kronen und Brücken

➔ Einsatz eines klassischen Veneers

Vom Zahnschmelz wird eine dünne Schicht (0,3-1,0 mm)abgetragen. Die Abformung folgt anschließend. Die klassische Keramikschale ist ca. 1 Millimeter dick, diese wird passgenau eingesetzt.

➔ Non-Prep-Veneer

Diese Keramikschale ist nur ca. 0,2 – 0,3 mm dünn und hat damit den Vorteil, dass sie einfach auf den Zahn geklebt werden kann. Eine Vorbehandlung wie bei dem klassischen Veneer ist nicht notwendig.

➔ Veneer-to-go

Hierbei reicht eine Sitzung beim Zahnarzt aus.

Composite-Veneer

Kunststoff anstelle von Keramik kommt bei diesem Verfahren zum Einsatz. Der Kunststoff kann einfach angepasst werden, ohne vorher aufwendig modelliert zu werden.

➔ Inlay (Einlagefüllung)

Wird infolge einer Zahnfäule durch Karies eingesetzt

Ein Inlay ist ein Werkstück aus Gold (lange Haltbarkeit und Verträglichkeit) oder Keramik (wird farblich an die Zähne angepasst), das passgenau in den Zahn geklebt wird. Auch aus Titan kann neuerdings ein Inlay hergestellt und verwendet werden. Zur Anfertigung des Inlays wird in der Regel ein Gebissabdruck von dem Patienten gemacht. Das Gipsmodell wird dann als Vorlage für das Herstellen des individuellen Inlays dienen. Bis zum Einsatz der Einlagefüllung erhält der Patient ein Provisorium.

➔ Zahnkronen und Brücken

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Die künstliche Zahnkrone wird an der natürlichen Zahnkrone angelegt. Dazu wird der Zahn zuvor etwa 1 mm unter dem Zahnfleischsaum rundum beschliffen. Der Zahnhals erhält eine hohlkehlförmige Stufe. Mit einer Masse aus Silikon oder Hydrokolloid (griechisch- hydro „Wasser“ und kolla „Leim“ ) wird der Zahnstumpf abgeformt. Diese Abformung dient dem Zahntechniker zur Fertigung der Krone.

Eine Brücke (auch Anker genannt) ist ein Zahnersatz, der die Funktion der „Überbrückung“ hat. Brücken werden auf Zähnen, Zahnimplantaten oder Zahnwurzeln gestützt. Zahnlücken können beispielsweise damit überbrückt werden.

Kosten und die Möglichkeit der Kostenübernahme 

Die Kosten für rein ästhetische Maßnahmen werden von den Krankenkassen in der Regel nicht übernommen.

Ein Blick in den Regelkatalog der gesetzlichen Versicherer zeigt den Umfang der übernommenen Behandlungen:

Ausschließlich werden Zahnbehandlungen übernommen, die aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen, zur Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Gebisses oder auch zur Behandlung bzw. Prophylaxe von Parodontitis durchgeführt werden.

Eine ästhetische Zahnbehandlung kann aufgrund von schweren psychischen Belastungen bezuschusst werden. Ein psychologisches Gutachten ist Voraussetzung.