Craniomandibuläre Dysfunktion als Auslöser für Migräne und Kopfschmerzen?

Craniomandibuläre Dysfunktion als Auslöser für Migräne und Kopfschmerzen?

Mai 1, 2016 0 Von Team


Der Schädel birgt ein sehr komplexes Organ, in dem viele wichtige Bewegungen und Funktionen ablaufen. Stimmt nun eine dieser Funktionen nicht mehr mit dem vorherigen Ablauf überein, so kann diese Abweichung für viel Verwirrung sorgen, die sich in Form von Migräne und ständigen Kopfschmerzen äußert.
Eine dieser Fehlfunktionen ist unter dem Namen „Craniomandibuläre Dysfunktion“ bekannt. Diese Fehlfunktion bezeichnet eine Fehlfunktion, die das Zusammenspiel von Schädel und Unterkiefer betrifft.

Craniomandibuläre Dysfunktion – diese Faktoren spielen dabei eine Rolle:

• Kopf
• Schultern
• Nacken
• Kaumuskulatur
• Zähne
• Kiefergelenke

Statistiken belegen: Jeder Zehnte Patient in Deutschland leidet mindestens einmal in seinem Leben unter den Auswirkungen einer Craniomandibulären Dysfunktion.

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Craniomandibuläre Dysfunktion – so entsteht diese Fehlfunktion

Unsere Zähne sind in der Lage, beeindruckende Leistungen zu vollbringen. Zermahlen wir unsere Nahrung, so geschieht dies beispielsweise mit einem Kaudruck von 0,5 bis 30kg. Doch diese Leistung kann noch deutlich übertroffen werden. Vor allem das nächtliche Zähneknirschen fordert von den Zähnen einen unglaublichen Kaudruck von bis zu 1,5 Tonnen. Auch wenn die Zähne diesem Druck standhalten, ist dies dauerhaft nicht ohne weitere Schäden möglich. Auf längere Sicht gesehen werden die Zähne kürzer, schmerzempfindlicher und nutzen ab. Auch die Bisshöhe verliert sich letztendlich unter dieser Belastung.

Folge dieser Fehlbelastung können sowohl ein Knacken in den Kiefergelenken sein als auch schwerwiegendere Folgen wie z.B.:

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• eingeschränkte Kieferbewegungen
• Verspannungen und Schmerzen in den Schultern, dem Nacken, dem Rücken und im Kopf
• Kopfschmerzen
• bleibende Haltungsschäden
• Kieferschmerzen
• gelockerte Zähne
• Ohrenschmerzen und Tinnitus

Diagnose: Craniomandibuläre Dysfunktion

Im ersten Behandlungsschritt schaut der Zahnarzt sich ganz genau die Muskeln an, die am Kauprozess beteiligt sind. In der klinischen Funktionsanalyse untersucht der behandelnde Arzt also nicht nur den Kontakt der oberen und unteren Zähne, sondern schaut sich zudem die Halsmuskulatur und das Kiefergelenk an.
Der nächste Schritt befasst sich mit einer Analyse der aktuellen Belastungssituation der Muskulatur. Angefertigte Gipsmodelle Ihres Kiefers helfen hierbei, versteckte Ursachen aufzuspüren. Bei der manuellen Strukturanalyse wird also eine Art Gelenksimulator konstruiert, der Aufschluss über bestehende Fehlfunktionen geben kann.

Um die Ursachen zufriedenstellend erforschen zu können, macht es Sinn, andere Fachärzte zu einer abschließenden Diagnostik hinzuziehen. So können sich z.B. bestehende Haltungs- und Wirbelsäulenschäden ebenfalls auf die Craniomandibuläre Dysfunktion auswirken. Physiotherapeuten, Orthopäden und Krankengymnasten können den Zahnarzt ebenfalls bei einer abschließenden Diagnostik unterstützen. Plagen Sie sich zudem mit psychologischen Belastungen, so sollten Sie sich nicht scheuen, einen Psychologen zur Behandlung heranzuziehen.

Eine transparente Zusammenarbeit zwischen Patienten, Zahnärzten und Fachärzten ist wichtig, um eine genaue Diagnose treffen und behandeln zu können.