Wenn die Zähne schmerzen oder der halbjährliche Kontrolltermin ansteht, so vereinbaren Sie ganz einfach einen Termin beim Zahnarzt – soweit ist alles klar. Tatsächlich kann der Gang in die Zahnarztpraxis auch den Besuch beim Hausarzt oder Heilpraktiker ersparen, denn die „Ganzheitliche Zahnmedizin“ (kurz: GZM) geht auch Symptomen wie Allergien oder Kopfschmerzen genau auf den Grund. Schon jetzt kann die GZM wirklich beeindruckende Erfolge vorweisen …

Krankheiten beginnen im Mund

In der GZM stellen wir uns jeden Zahn, jede seiner Fissuren (Vertiefungen/Täler) und jeden einzelnen Höcker (Erhebung) als Zahnrad vor. All diese kleinen Zahnrädchen können nur dann ineinander greifen und für ein perfektes Zusammenspiel sorgen, wenn jeder Zahn seiner natürlichen Funktion nachkommt. Fehlstellungen, allzu große Füllungen – insbesondere Amalgamfüllungen – sowie Zahnverlust bilden sogenannte Störfelder, die unbehandelt weitere Symptome nach sich ziehen, z. B.:

✔ Knackgeräusche in den Kiefergelenken
✔ Kopfschmerzen und Migräne-Attacken
✔ Ohrenschmerzen und Tinnitus
✔ Verhärtungen der Kaumuskulatur

Sind die Zahnschäden bereits derart fortgeschritten, dass eine optimale Nahrungsaufnahme nicht mehr zu gewährleisten ist, entstehen weitere ernstzunehmende Folgen einer Fehl- bzw. Mangelernährung:

✔ Darmprobleme
✔ Magenprobleme
✔ Mangelerscheinungen
✔ schlechtes Allgemeinbefinden

Um es auf den Punkt zu bringen: Gesunde Zähne tragen nicht nur wesentlich zu unserem äußeren Erscheinungsbild und zu unserem Selbstbewusstsein bei, der regelmäßige Termin beim Zahnarzt kann streng genommen sogar Leben retten. Die Mundschleimhäute geben oft die ersten Hinweise auf bösartige Schleimhauterkrankungen, Aids und Leukämie.

Bedrohung durch Karies

Wer an Karies denkt, hat häufig gleich diese süßen kleinen Zeichentrick-Männchen im Kopf, die mit Bohrer und Meißel Löcher in den Milchzahn bohren. Eine sehr gute Methode, um Kindern die Bedrohung durch Karies zu veranschaulichen – andererseits neigen wir Erwachsenen hingegen dazu, das Thema nicht wirklich allzu ernst zu nehmen. Karies kann natürlich Schmerzen verursachende Löcher im Zahn hervorrufen, doch dann gehen wir zum Zahnarzt, Loch zu, alles gut. Theoretisch richtig, dennoch sollte ein solcher Termin nicht allzu sehr auf die lange Bank geschoben werden – dies gilt ganz besonders für Dentalphobiker. Konnten die Bakterien die äußeren Zahnschichten nämlich bereits zerstören, so sind sie auch in das gut durchblutete Zahnmark eingedrungen. Das Zahnmark stirbt ab und lässt die Entzündung weiter voranschreiten, schließlich löst sich der Kieferknochen rund um die Wurzelspitze des von Karies befallenen Zahnes auf. Findet an dieser Stelle noch immer keine Zahnbehandlung statt, so treten eitrige Schwellungen im Gesicht auf, welche sich auch in die Kieferhöhle und die Halsregion hinein ausdehnen.

Bedrohung durch Parodontitis

Parodontitis beginnt mit einer kleinen Wunde, die sich allerdings auf den gesamten Zahnhalteapparat erstrecken kann. So geraten Kieferknochen, Wurzelzement und Haltefasern in Mitleidenschaft – und mit einer solchen Parodontitis steigt auch das Risiko für:

✔ chronische Atemwegserkrankungen
✔ Diabetes
✔ Frühgeburten
✔ Herzkreislauferkrankungen (Arteriosklerose, Herzmuskelentzündungen, Herzinfarkte)
✔ Mundgeruch
✔ Pilzerkrankungen

Die Rolle der ganzheitlichen Zahnmedizin

In China sind die Zusammenhänge der Organe untereinander – sprich: der Zähne zum Organismus – bereits seit Jahrtausenden bekannt. Infolgedessen stehen die Zähne also in enger Beziehung zum gesamten Organismus. Dies wiederum bedeutet, dass kranke Zähne auch das gesunde Gleichgewicht unseres Körpers stören.

Die ganzheitliche Zahnmedizin verfolgt nun den Zweck, den Patienten eine Behandlung zu ermöglichen, die mehr als die altbekannte Zahnmedizin umfasst. Es geht auch um Beobachtung und Analyse, den Rückschluss von Symptomen aus der Mund- und Kieferregion auf entstehende Erkrankungen oder sonstige physische Probleme. Der langfristige Behandlungserfolg beruht auf einer Diagnose und Therapie, welche den gesamten Organismus einbezieht.

Wer also oft über Migräne, Probleme beim Atmen oder sonstige der oben bereits erwähnten Symptome klagt, ohne eine hausärztliche Diagnose zu erhalten, sollte mit einem Zahnarzt sprechen, der auch ganzheitliche Zahnmedizin anwendet.

Die Rolle der Umweltzahnmedizin

Bei der Umweltzahnmedizin handelt es sich um eine Behandlungsform, die auf einer ausführlichen Anamnese – insbesondere in Bezug auf Vorerkrankungen und Allergien – beruht und dem Patienten eine möglichst geringe Belastung verspricht. Der Zahnarzt legt besonderes Augenmerk auf:

✔ eine chronische Zahnbetterkrankung
✔ eine Entzündung an den Wurzelspitzen
✔ eine Verlagerung der Weisheitszähne

✔ immunologisch ungeeignete Materialien für Brücken und Kronen, Füllungen, Prothesen und Implantaten
✔ wurzeltote Zähne

Die Umweltzahnmedizin zielt insbesondere auf chronisch erkrankte Patienten ab, um diesen eine präventive Behandlungsmethode zu bieten, die das Risiko chronischer Entzündungen inner- und außerhalb der Mundhöhle deutlich reduziert.

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