Ein Zahn muss gezogen werden – für jeden Patienten ein absolutes Horrorszenario. Doch nicht immer ist die fehlende Zahnpflege schuld an dieser Entwicklung. Auch andere Krankheiten und Entzündungen können dazu führen, dass ein erkrankter Zahn nicht mehr gerettet, sondern nur noch gezogen werden kann. Schließlich geht es ja auch darum, die Nachbarzähne vor einer möglichen Erkrankung zu schützen.

Besonders Karies und Parodontitis können zu einer Gefahr für Ihre Zähne werden.

Auch wenn eine Parodontitis-Erkrankung zuerst harmlos beginnt, kann sie unangenehme Folgen nach sich ziehen. Ist der Zahnhalteapparat entzündet, so kann sich diese Entzündung auf Gewebe, Knochen und Zahnfleisch ausbreiten. Ist dies der Fall, so verlieren die Zähne ihren festen Halt und werden locker. Bleibt dies unbehandelt, so kann die Erkrankung auf weitere Zähne übergreifen. Auch die Schmerzen, die mit dieser Erkrankung einhergehen, nicht zu vergessen. Je nach Fortschritt der Erkrankung ist es nicht immer möglich, die betroffenen Zähne zu erhalten. Doch wie geht es dann weiter? Welche Möglichkeiten gibt es, die nun entstandene Lücke wieder abzudecken? Welche Materialien kommen in Frage, wie läuft die Behandlung ab und vor allem: Welche Kosten kommen auf Sie zu?

Nicht nur Parodontitis ist eine gefährliche Erkrankung für Ihre Zähne. Auch ein Kariesbefall kann nicht nur schmerzhaft sein, sondern Ihre Zähne zudem bis aufs Äußerste angreifen. Werden die ersten Anzeichen einer Karieserkrankung nicht fachmännisch behandelt, so besteht die Gefahr, dass der Zahn sich entzündet und starke Schmerzen ausstrahlt. Eine zeitnahe Behandlung ist nicht nur wichtig, um die Schmerzen einzudämmen, sondern zudem um den befallenen Zahn zu erhalten. Sind erhaltende Maßnahmen nicht mehr möglich, so ist es unumgänglich, den Zahn zu ziehen.

Diese Erkrankungen können „schuld“ sein, dass ein Zahn gezogen werden muss:

• Zahnunfälle
• Zahntraumata
• Komplikationen rund um die Weisheitszähne
• Kieferorthopädische Behandlungsmaßnahmen

Der Zahn muss raus? – So läuft es ab

Auch wenn transparente Aufklärung nicht die Schmerzen nehmen kann, so kann es doch hilfreich sein, vor einer anstehenden Zahnextraktion genau zu wissen, welche Schritte auf Sie zukommen.

• Diagnose des genauen Krankheitsverlaufs und der Lage der Wurzeln
• Betäubung und Erläuterung des genauen Behandlungsverlaufs
• Wirkt die Betäubung, so kann mit der eigentlichen Extraktion begonnen werden. Durch die Dehnung des Alveolarknochens lockert sich der Zahn in seinem Zahnfach. Zusätzlich wird die Alveole weiter geweitet.
• Ist der Zahn noch nicht locker genug, so werden mit leichten Drehbewegungen die Fasern durchtrennt, die den Zahn mit der Alveole verbinden.
• Nach der Extraktion des Zahnes müssen die gedehnten Alveolenwände wieder in ihre Ursprungsstruktur zurückgeformt werden.
• Ein Tupfer wird nun dazu genutzt, die auftretenden Blutungen zu stoppen.
• Je nach Größe der Wunde kann es auch notwendig sein, diese zu vernähen

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