Der erste Milchzahn ist durchgebrochen, die Aufregung ist groß. Doch spätestens jetzt stehen junge Eltern vor den ersten Fragen rund um die Zahnhygiene bei Kleinkindern. Ein äußerst umstrittenes Thema: Welche Mengen an Fluorid sind wirklich gut für die Milchzähne meines Kindes?

Wer sich nun in die Tiefen des Internets begibt, wird letztendlich vermutlich verwirrter als zuvor wieder daraus hervorkommen. Recherchen belegen letztendlich nur eins: Beim Thema Fluorid scheiden sich die Geister! Da gibt es die Befürworter fluoridhaltiger Zahnpasten, andere sehen die Lösung eher in Fluorid-Tabletten. Während so mancher sogar beides anwendet und nur die Vorteile von Fluorid sieht, verzichtet der nächste lieber ganz, denn er ist sich all der Risiken bewusst. Was also tun? Wer hat Recht? Wie schützen Sie Ihr Kind am besten vor Karies und anderen Zahnerkrankungen?

[pull_quote_center]Das Zähneputzen ist in unserer Familie ein festes Ritual. So wachsen unsere Kinder selbstverständlich damit auf und halten diese Angewohnheit hoffentlich für immer bei! – Thomas M., Hamburg[/pull_quote_center]

Was für Erwachsene gilt, kann für Kinder nicht so verkehrt sein, darum: Vereinbaren Sie einen Termin beim Kinderzahnarzt Ihres Vertrauens. Dieser wird im Zweifelsfall eine sogenannte Fluorid-Anamnese durchführen und Ihnen anschließend ganz genau erläutern können, wie viel Fluorid für die Zähne Ihres Nachwuchses gesund ist und welche Mengen zu unerwünschten Nebenwirkungen führen könnten. Um Ihnen vorab schon einen groben Eindruck zu bieten, folgen hier einige Basisinformationen zum Thema Fluorid.

Was ist Fluorid überhaupt?

Fluorid gehört zu den Spurenelementen und sorgt über chemische Abläufe dafür, dass Zahn wie auch Zahnschmelz härter und widerstandsfähiger werden. Fluorid ist in Zahnpasta zu finden, aber auch in fluoridhaltigen Speisesalzen und im Trinkwasser, insofern ist die zusätzliche Gabe einer Fluoridtablette nicht immer unbedingt notwendig. Nicht zuletzt auch aus dem Grund, dass Fluorid in Zahnpasten und Spülungen nachweislich bessere Ergebnisse in Bezug auf die Zahngesundheit der Front-, Eck- und Backenzähne erzielt als Fluorid-Tabletten.

Welche Zahnpasta schützt das Milchzahn Gebiss Ihres Kindes am besten?

Ist der erste Zahn durchgebrochen, so wird es allerhöchste Zeit für die Eltern, sich intensiv mit der Pflege von Milchzähnen zu beschäftigen – darum hier einige Ratschläge:

✔ Lassen Sie das Zähneputzen von nun an zum festen Bestandteil Ihres gemeinsamen Alltags werden. Auf diese Weise gewöhnt sich Ihr Nachwuchs von Anfang an an die Notwendigkeit einer sorgfältigen Zahnpflege und Sie schaffen eine gute Basis für gesunde Zähne.

✔ Am besten benutzen Sie für die Pflege der ersten Milchzähne eine sehr weiche Zahnbürste mit rundem Kopf oder ein Wattestäbchen, das Sie dünn mit Zahnpasta bestreichen. Verwenden Sie eine Zahncreme für Milchzähne mit einem Fluoridgehalt von maximal 0,05 %.

✔ Wenn die bleibenden Zähne durchbrechen, sollten Sie die Fluoridmenge auf 0,15 % erhöhen und die Zähne gegebenenfalls durch zusätzliche Fluoridgele oder – spülungen schützen.

Das Feld der Kinderzahnheilkunde ist sehr weit. Sollten Sie Interesse an weiteren Informationen rund um die Entwicklung des kindlichen Milchgebisses haben oder Einzelheiten in Bezug auf Kiefer, Ernährung oder Sonstiges In Erfahrung bringen wollen, so sollten Sie mit einem erfahrenen Kinderzahnarzt sprechen. Ein guter Zahnarzt wird sich Zeit für Sie und seine kleinen Patienten nehmen, um Ihnen alle Fragen mit viel Geduld zu beantworten.

Oder Sie bringen Ihren Nachwuchs gleich mit zum eigenen Zahnarzttermin – gemeinsam macht es doch gleich viel mehr Spaß!

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