Zahnpflege muss bei Menschen mit Handicap kein Handicap bleiben

Zahnpflege muss bei Menschen mit Handicap kein Handicap bleiben

Sep 5, 2016 0 Von Team

Nicht nur gesunde Menschen profitieren von einer sorgfältigen Zahnpflege, sondern auch Menschen mit Handicap. Schließlich sorgen gesunde Zähne nicht nur für gesteigerte Lebensqualität, sondern zudem auch für ein gesteigertes Wohlbefinden. Doch oft wird die Zahnpflege zum Problem, wenn Menschen mit Handicap in der häuslichen Pflege auf sich alleine gestellt sind.

Doch diese Tatsache muss nicht zwingend zu einem Problem werden. Mittlerweile sind viele Hilfsmittel erhältlich, die eine möglichst selbstständige Pflege auch mit Handicap oder im hohen Alter ermöglichen:

• Mundschleimhautbefeuchter
• Zahnbürsten mit praktischer Griffverstärkung
• Dreikopfzahnbürsten
• und vieles mehr

Über eine Million Menschen nutzen diese Hilfsmittel bereits aufgrund eines Handicaps

Solche Hilfsmittel sind besonders dann eine große Erleichterung, wenn die Pflege im häuslichen Bereich durchgeführt wird. Familienmitglieder oder nahe Verwandte können von diesen Hilfsmitteln profitieren und den pflegebedürftigen Patienten die Zahngesundheit möglichst lange erhalten. Gesunde Zähne erleichtern schließlich nicht nur die Nahrungsaufnahme, sondern haben auch einen großen Anteil an der Sprache und dem Geschmack. Je mehr die Zähne erkrankt sind, desto eingeschränkter ist das allgemeine Wohlbefinden.
Schleichende Entzündungen oder schlecht sitzende Prothesen können auf lange Sicht für unangenehme Schmerzen sorgen.

Werden diese Erkrankungen nicht richtig behandelt, so können die Bakterien nicht nur für Schäden im Mundraum, sondern zudem zu Schäden im gesamten menschlichen Organismus führen:

• Herz-Kreislauf-Probleme
• Ernährungsmangel
• Diabetes
• Schlaganfälle
• Infektanfälligkeiten

Spezielle Medikamente können diese Erkrankungen noch zusätzlich verstärken.

Frühzeitige Kontrollbesuche beim Zahnarzt können Erkrankungen vorbeugen

Auch wenn es in vielen Fällen umständlich ist – besonders gehandicapte und pflegebedürftige Personen sollten in regelmäßigen Abständen ihrem behandelnden Zahnarzt vorgestellt werden. Leider wird diese Tatsache besonders bei pflegebedürftigen Patienten gerne auf die lange Bank geschoben. Doch Hausbesuche können den Termin in einer Zahnarztpraxis keineswegs ersetzen. Fehlende Behandlungsgeräte und die nicht optimalen Lichtverhältnisse erschweren solche Behandlungsversuche zusätzlich.
Je nach Pflegestufe sind viele Patienten zudem nicht in der Lage, sich zu äußern, wenn sie Schmerzen haben. Dementsprechend sollte der Fokus besonders bei pflegebedürftigen Patienten immer auf die Vorsorge gelegt werden.

Sollten Sie Fragen zu der Vorsorge von Menschen mit Handicap haben, so wird Ihr Zahnarzt Sie ganz gewiss informieren. Zögern Sie nicht, ihn darauf anzusprechen.