Biophosphonate – mit diesen Nebenwirkungen müssen Sie rechnen

Biophosphonate – mit diesen Nebenwirkungen müssen Sie rechnen

Mrz 27, 2016 Aus Von Team

Alle Osteoporose- und Krebs-Patienten werden diese Medikamente gut kennen. Schließlich sollen Medikamente mit Biophosphonaten den Heilungsprozess unterstützen. Jedoch ist die Einnahme dieser Medikamente nicht ohne Risiko. So sind Medikamente, die den Stoffwechsel der Knochen anregen sollen, z.B. auch verantwortlich für die Zerstörung der Kieferknochen.

Doch was verbirgt sich hinter den sogenannten Biophosphonaten?

Biophosphate werden vornehmlich bei Osteoporose- und Krebspatienten eingesetzt. Hierbei können die Biophosphate in Spritzen- oder Tablettenform zum Einsatz kommen. Ziel dieses Medikamentes ist es, die körpereigenen Zellen daran zu hindern, den Knochen abzubauen.

Die Vorteile der Biophosphonate auf einen Blick:

• Senkung des Risikos an Knochenbrüchen zu erkranken
• Hemmung der Ausbreitung von Knochenkrebs
• Verhinderung entfernter Absiedlungen von bösartigen Metastasen
• Entstehung eines stabilen Knochengerüstes
• Eine „Wunderwaffe“ gegen den gefährlichen Oberschenkelhalsbruch

Doch so positiv die Einsatzmöglichkeiten auch sein mögen, ein Nachteil ist definitiv das mögliche Absterben des Kieferknochens. Besonders gefährlich wird es dann, wenn dieser Prozess erst einmal in Gang gesetzt ist. Dann lässt er sich nur noch schwer aufhalten und kann sich sogar bis in die Weichteile ausbreiten.

Die Ursache dieser Entwicklung kann in Verletzungen zu finden sein, die den Knochen freilegen. Druckstellen von Prothesen sollten ebenfalls nicht unterschätzt werden. Bei gesunden Menschen gibt das Immunsystem nun alles, um die Bakterien abzuwehren, die in den Knochen einzudringen versuchen. Bei Menschen, die Biophosphonate zu sich nehmen, ist diese Funktion gehemmt. Im schlimmsten Fall kann dies zur Konsequenz haben, dass der befallene Kieferknochen nun schutzlos frei liegt.

So können Sie den gefährlichen Nebenwirkungen ein Schnippchen schlagen

Die immensen Nebenwirkungen der Biophosphonate können umgangen werden, wenn Ärzte und Patienten eng zusammen arbeiten. Bevor Biophosphonate verabreicht werden, sollten unbedingt alle notwendigen Zahnbehandlungen abgeschlossen sein. Die Kontrolltermine sollten in diesem Zusammenhang nicht alle sechs, sondern unbedingt alle drei Monate durchgeführt werden. So können mögliche Erkrankungen frühzeitig festgestellt und dementsprechend behandelt werden.

Müssen Operationen durchgeführt werden, so können Sie sich zur Sicherheit von Ihrem behandelnden Zahnarzt in eine Klinik überweisen lassen und die Behandlung mit einem stationären Aufenthalt verbinden. In diesem Zusammenhang macht es zudem keinen Sinn, die Biophosphonate vorübergehend abzusetzen. Schließlich verbleiben die Wirkstoffe über mehrere Jahrzehnte im Knochen.

Biophosphate in Tablettenform bringen im Übrigen weniger Nebenwirkungen mit sich als die Verabreichung in Spritzenform. Um jedoch auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie unbedingt engmaschig mit Ihrem behandelnden Zahnarzt zusammenarbeiten.