Auch wenn die letzten Spuren von Sonnencreme kaum noch auf der Haut zu spüren sind, ist eines klar: Die Temperaturen fallen und der Herbst naht. Und mit den fallenden Temperaturen kommt auch eines zu uns: die Erkältungswelle. Überall Husten, Schnupfen und laufende Nasen. Die Arztpraxen können sich kaum noch vor den erkälteten Patienten retten. Egal, ob groß oder klein – kaum einer kann sich vor einer Grippewelle schützen.

Gerade Kinder werden oft stark von der Grippe getroffen. Schleim in den Atemwegen, starker Husten, Fieber – hat es das eigene Kind erst einmal getroffen, so möchte man alles tun, um die Symptome zu lindern. Was bietet sich bei starkem Husten also besser an als Husten-und Fiebersäfte? Diese Säfte werden in der Regel immer eingesetzt, bevor Kinderärzte zum Antibiotikum greifen.

Der von den Kinderärzten verordnete Hustensaft hat einen unübersehbaren Vorteil: Nach der Einnahme des Hustensaftes wird der unangenehme Husten schnell merklich besser. Doch leider hat die Einnahme von Hustensaft nicht nur Vorteile: Ist der Husten erst einmal verschwunden, macht er oft Platz für einen ebenfalls ungeliebten Gast: Karies.

Der Zucker im Hustensaft sorgt für ein erhöhtes Kariesrisiko

Medizin – der pure Gedanke an die Einnahme von bitteren Säften verursacht selbst bei vielen Erwachsenen eine Gänsehaut. Um den Kindern die Einnahme der Medizin im wahrsten Sinne des Wortes zu versüßen, enthalten viele Hustensäfte genau das: Zucker. Dies erleichtert den Kindern die Einnahme des Hustensaftes und sorgt für keine unangenehmen Erinnerungen an den ekeligen Hustensaft. Tagsüber ist zuckerhaltiger Hustensaft auch unproblematisch. Schließlich haben die Kinder ja von klein auf gelernt, in regelmäßigen Abständen die Zähne zu putzen und zu pflegen.

Problematisch wird es allerdings dann, wenn die Medikamente auch während der Nacht eingenommen werden müssen. Schlafen die Kinder, so ist der Speichelfluss reduziert und der zuckerhaltige Hustensaft haftet länger als normal an den Zähnen. Die Säuren, die dabei entstehen, wenn die Bakterien im Mund den Zucker abbauen, greifen den Zahnschmelz an und machen den Weg frei für eine kariöse Erkrankung.

Achten Sie bei der Medizin für Ihre Kinder unbedingt auf Folgendes:

• Flüssige Erkältungsmedizin sollte nach Möglichkeit keinen Zucker enthalten.

• Entscheiden Sie sich stattdessen für Medizin, die statt Zucker Süßstoff enthält. Süßstoff stellt keine Gefahr für die kindlichen Zähne dar.

• Sind Sie unsicher, so lassen Sie sich in der Apotheke beraten, welche Präparate zuckerfrei sind und dementsprechend die Zahngesundheit nicht schädigen.

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