Kinder zu erziehen und im Leben zu begleiten, birgt eine große Verantwortung. Und zu dieser Verantwortung gehört es eben auch, möglichst frühzeitig mit der Zahnpflege zu beginnen. Doch wann ist dieser möglichst frühzeitige Zeitpunkt gekommen? Zumindest dann, wenn die Spitze des ersten Milchzahnes zu sehen ist, sollte mit dem Putzen begonnen werden. Denn auch wenn Kinder in diesem Alter in den seltensten Fällen schon Schokolade zu sich nehmen, so sollte trotzdem zu diesem Zeitpunkt schon auf die Zahnpflege geachtet werden. Muttermilch enthält Fruchtzucker – genau wie verschiedene Babybreie, Babyjoghurts oder Saftschorlen.

Um Ihre Kinder schon frühzeitig an das Ritual des Zähneputzens zu gewöhnen, so empfiehlt es sich bereits vor dem eigentlichen Durchbruch des ersten Zahnes, den Kiefer zu massieren. Für die Massage des Unterkiefers gibt es spezielle Fingerzahnbürsten, die den Kiefer sanft massieren und das Kind so an das eigentliche Zähneputzen gewöhnen. Bei der Massage muss noch keine Zahnpasta verwendet werden. Diese sollte aber auf jeden Fall mit Durchbruch des ersten Zahnes Verwendung finden.

[quote_center]Meine Zähne sind mir besonders wichtig. Deswegen putze ich sie auch. – Kiranovic F., Bonn[/quote_center]

Wenn Sie Ihr Kind in den Anfängen noch nicht alleine putzen lassen möchten, so sind spezielle Fingerzahnbürsten mit extra weichen Borsten erhältlich. Sobald der erste Zahn das Licht der Welt erblickt hat, helfen spezielle Kinderzahnbürsten bei der Gewöhnung an dieses feste Ritual. Auch wenn Ihr Kind sich vielleicht in den ersten Tagen noch wehren oder zappeln wird, bleiben Sie in jedem Fall konsequent. Denn selbst mit drei oder vier Jahren ist ein Kind noch nicht in der Lage, die Konsequenzen einer möglichen Karies-Erkrankung abzusehen. In diesem Fall liegt es an Ihnen, Ihr Kind von der Notwendigkeit des täglichen Zähneputzens zu überzeugen. Lassen Sie Ihr Kind doch einfach einmal Ihre eigenen Zähne putzen und die Zahnbürste erst einmal ohne den Kontakt im eigenen Mund entdecken. Spielerisch lernen so die Allerkleinsten schon den routinierten Umgang mit der Zahnpflege.

<h2>… und jetzt zum Zahnarzt!</h2>

Hat das Kind sich an das Zähneputzen gewöhnt und immer mehr Zähne haben den Mundraum erobert, so wird es Zeit, sich nach einem Kinderzahnarzt umzuschauen. Denn genauso wichtig wie der Umgang mit Zahnbürste und Zahnpasta ist der regelmäßige Kontrollbesuch beim Zahnarzt. Bei den regelmäßigen Kontrollbesuchen verlieren die Kinder so nicht nur die Scheu vor dem Zahnarzt, auch die Milchzähne werden so vor schmerzhaften Erkrankungen geschützt. Kinderzahnärzte sind speziell im Umgang mit kleinen Patienten geschult. Sie können nicht nur alle Fragen der kleinen Patienten gut beantworten, sondern auch alle Fragen in Bezug auf Zahnpflege und den richtigen Umgang mit der Zahnbürste. Zahngesundheit kann so schon für die Allerkleinsten zu einer Selbstverständlichkeit werden. Und gerade die ersten Monate sind entscheidend. Sind die ersten Kinderzähne schon von Karies betroffen, so ist dies keine gute Grundlage für die bleibenden Zähne.

Dementsprechend wichtig ist es also, die Kinder von Anfang an die Zahnpflege zu gewöhnen. Werden schon die ersten Zähnchen von Anfang an gut gepflegt, so bilden diese eine gute und vor allem gesunde Grundlage für die bleibenden Zähne. Um Kindern quasi schon an das Zähneputzen im Schlaf zu gewöhnen, gilt: Je früher Sie als Eltern mit dem Zähneputzen beginnen, desto eher gewöhnt Ihr kleiner Engel sich auch daran. Seien Sie konsequent und schützen Sie so Ihre Kinder vor unangenehmen Zahnschmerzen.

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